Die Gegner der Schwäbisch Hall Unicorns sind es inzwischen gewohnt, dass die TSG-Footballer in ihren Spielen die frühe Entscheidung suchen. Auch mit einem insbesondere auf den Starting-Positionen dezimierten Kader ist Halls Head Coach Siegfried Gehrke am Samstag in Saarbrücken nicht von dieser Strategie abgewichen und forderte seine Gastgeber besonders in der ersten Hälfte.
Das erste Viertel gehörte im Saarbrückener Ludwigsparkstadion dem Haller Receiver Fritz Waldvogel, der mit seinem Auftritt seine Offense-Kollegen in den ersten zwölf Spielminuten fast arbeitslos machte. Zunächst wurde er mit einem 10-Yard-Pass von Jake Spitzlberger zum 7:0 (PAT Christian Devincentis) bedient. Die anschließenden Angriffsbemühungen der Hurricanes fanden schnell in einem Befreiungskick ihr Ende. Diesen trug Waldvogel postwendendend zum 14:0 (PAT Devincentis) in die Saarbrückener Endzone zurück.
Wieder musste also die TSG-Defense ran und auch im zweiten Hurricanes-Drive behielten die Haller Verteidiger die Oberhand. Um einen erneuten Waldvogel-Return zu verhindern, versuchten die Hurricanes den nächsten Punt ins Seitenaus zu platzieren. Fritz Waldvogel fischte sich das Ei aber kurz vor der Linie und erneut gelang ihm das Kunststück eines Return-Touchdowns zum 21:0 (PAT Devincentis).
Erst im zweiten Viertel durfte dann die Haller Offense wieder zeigen, was sie kann. Quarterback Jake Spitzlberger nutzte diese Gelegenheit und baute den Haller Vorsprung mit einem 35-Yard-Lauf auf 28:0 (PAT Devincentis) aus, bevor Saarlands Dustin Wilke mit einem 20-Yard-Fieldgoal die ersten Anschlusspunkte zum 3:28 erzielen konnte.
Halls Lucas Schäfer, der vor wenigen Wochen noch im Team der Haller A-Jugend um den Einzug ins Finale um die deutsche Jugendmeisterschaft kämpfte, fing daraufhin seinen ersten Touchdownpass in der GFL (PAT Devincentis). Somit lagen die deutschen Meister zur Pause bereits klar mit 35:3 vorne.
In der zweiten Hälfte schickte Siegfried Gehrke mehr und mehr Spieler aus der zweiten und dritten Garde aufs Feld, die den Vorsprung zwar nicht mehr weiter ausbauen, das Spiel und den Gegner aber trotzdem kontrollieren konnten. Jetzt zeigte sich, dass die TSGler durch den Unterbau einer zweiten Mannschaft und einer starken A-Jugend in der Lage sind, auch kritische Personalsituationen zu meistern. Bis zum Ende sorgten zwei Touchdowns der Hurricanes sowie einer von Halls Brian Rushing (PAT Devincentis) für den 42:16-Endstand.
„Unter den gegebenen Rahmenbedingen war unsere Leistung heute in Ordnung. Unsere Defense hat in der ersten Hälfte sogar fehlerfrei gespielt“, resümierte Siegfried Gehrke nach dem Spiel. „Besonders froh bin ich darüber, dass wir keine weiteren Verletzungen zu beklagen haben.“
