Verdienter Sieg sichert Viertelfinal-Heimrecht

Durch einen zu jeder Zeit verdienten 17:7 (7:0, 0:0, 7:7, 3:0)-Heimsieg über die Hamburg Blue Devils haben die Braunschweig Lions ihre Tabellenführung in der GFL-Nordgruppe vor dem letzten Spieltag verteidigt.

Zugleich sicherte sich die Mannschaft von Headcoach Javier Cook durch diesen Erfolg, den achten Sieg in Folge gegen den Erzrivalen aus der Hansestadt, auch das Heimrecht im Play-Off-Viertelfinale am 6. September.

 

Im abschließenden Punktspiel der regulären Saison bei den Kiel Baltic Hurricanes am kommenden Samstag würde den Löwenstädtern jetzt auch schon ein Unentschieden reichen, um erneut die Nordmeisterschaft feiern zu können.

 

Vor 5.633 Zuschauern im Stadion an der Hamburger Straße überraschten die Gastgeber fast alle Beteiligten zu Beginn der Partie erst einmal mit dem Comeback von Quarterback Dennis Zimmermann. Dieses war eigentlich erst für die Begegnung in Kiel vorgesehen, doch letzte Tests ließen den Einsatz des Spielmachers zu. Und er sollte dem Angriff des Deutschen Meisters wieder die nötige Ruhe und Durchschlagskraft verleihen, die in den letzen beiden Spielen etwas gefehlt hatte.

 

Nachdem die Verteidigung der Niedersachsen um den erneut groß aufspielenden Patrick Finke den Hamburger Angriff von Beginn an ganz enorm in Schach hielt, führte Dennis Zimmermann seine Offense noch im ersten Quarter zum ersten Touchdown des Tages. Kurz vor der Hamburger Endzone gelang ihm ein gefühlvoller Pass auf Jörg Heckenbach, der das Lederei dann in die Endzone beförderte.

 

Während auch im Anschluss die Offensivbemühungen von Hamburgs Spielmacher Josh Brehm und seinen Kollegen zumeist schon früh unterbunden werden konnten, konnte auch Dennis Zimmermann auf Seiten der Braunschweiger seinen Wurfarm etwas schonen. Denn ihm standen mit Jabari Johnson und Michael Andrew an diesem Abend zwei herausragende Ballträger zur Seite, die beide jeweils über 100 Yards Raumgewinn erzielen konnten. Unterstützt durch die gute Blockarbeit ihrer schweren Jungs in der Offensive Line. Die Hamburger konnten in der gesamten Partie dagegen gerade einmal drei Yards Raumgewinn durch das Laufspiel erzielen.

 

Allerdings verpassten es die überlegenen Löwen in der ersten Halbzeit, den Sack schon frühzeitig zu zu machen. Gleich drei Ballverluste hielten die Hamburger im Spiel.

 

Besonders ärgerlich war dabei der Fumble von Michael Andrew, der das Spielgerät nach einem Lauf über knapp 60 Yards kurz vor der Endzone der Blue Devils noch verlor. Dazu wurde auch ein Ballverlust von Yoan Schnee als Fumble gewertet und Dennis Zimmermann leistete sich kurz vor dem Pausenpfiff der aufmerksamen Unparteiischen einen Fehlwurf in die Arme von Hamburgs Passverteidiger Jason Hoffschneider.

 

Die Blue Devils versuchten daraufhin noch einmal, mit dem tiefen Pass in die Endzone der Braunschweiger zu gelangen, doch DeMario Williams vereitelte dieses Unterfangen mit seiner einzigen Interception des Tages kurz vor der eigenen Endzone. Sein anschließender Return endete erst nach gut 60 Yards am fast letzten Hamburger Spieler, ansonsten hätte der US-Amerikaner sich wohl auch wieder in die Scorerliste eintragen können.

 

Nach einem punktelosen zweiten Spielviertel blieb dies im dritten Spielabschnitt dann Michael Andrew vorbehalten, der in seiner unnachahmlichen Manier über 32 Yards in die Endzone der blauen Teufel stiefelte.

 

Eine Vorentscheidung war damit allerdings noch nicht gefallen, denn nur kurze Zeit später fand Josh Brehm seinen Wide Receiver Claude Whitaker für das einzige Big Play der Gäste an diesem Tag. Die Nummer 2 der Blue Devils erzielte mit diesem einen Spielzug gleich 74 Yards Raumgewinn und brachte seine Farben kurz vor der Lions-Endzone in eine aussichtsreiche Position.

 

Routinier Maximilian von Garnier war es dann, der den einzigen Hamburger Touchdown des Spieles erzielen sollte. Dieser gab den Norddeutschen noch einmal neue Hoffnung, und die Defense des Rekordmeisters war nun gefordert.

 

Doch die Akteure der Defense-Trainer Bastian Kypke und Maik Mauer waren hellwach und neben dem schon erwähnten Patrick Finke verdienten sich auch Christian von Einem, Dennis Engelbrecht und Sascha Geithe wieder Bestnoten in einer bärenstarken Löwenverteidigung. Nach einem Fehlschuss aus 52 Yards Entfernung sorgte Lions-Kicker Steffen Dölger im vierten Quarter aus 36 Yards anschließend für die endgültige Entscheidung.

 

Der Zehn-Punkte-Rückstand war dann schon zuviel für die Hamburger an diesem Tag. Zu sehr merkte man dem Team von Cheftrainer Joe Roman das Fehlen von Waldemar Weizel und Marico Gregersen im Angriff an.

 

Die Lions verabschiedeten sich mit einem rundum verdienten Sieg von den eigenen Fans aus der regulären Saison. Der nächste Heimauftritt steht mit dem Play-Off-Viertelfinale am 6. September bereits fest. Und ob es noch einen weiteren eventuellen Heimspieltermin in diesem Jahr geben könnte, entscheidet sich nun im letzten Spiel in Kiel.

 

Gewinnen die Baltic Hurricanes diese Partie nicht mit mindestens drei Punkten Unterschied, geht die Nordmeister-Trophäe wieder nach Braunschweig, verbunden mit dem Heimrecht in allen Play-Off-Spielen.

 

Scoreboard:

 

7:0 Jörg Heckenbach 7 Yard-Pass von Dennis Zimmermann (PAT Steffen Dölger)

14:0 Michael Andrew 32 Yard-Lauf (PAT Steffen Dölger)

14:7 Maximilian von Garnier 2 Yard-Pass von Josh Brehm (PAT Kai-Philipp Stief)

17:7 Steffen Dölger 36 Yard-Field Goal