Die Vorzeichen stehen vor dem Spitzenspiel in der GFL-Süd am kommenden Sonntag auf eine spannende und hart umkämpfte Begegnung. Beide Kontrahenten haben bislang nur eine Niederlage einstecken müssen: Die TSG-Footballer mussten ihr Interconference-Heimspiel gegen die deutschen Meister aus Berlin mit 24:27 verloren geben, die Marburger patzten hingegen beim Haller 40:24-Sieg im Hagenbachstadion. Nur weil Marburg bisher zwei Spiele weniger als Hall bestritten hat, stehen sie derzeit hinter den Unicorns auf dem zweiten Platz.
Der Druck ist am Sonntag für beide Teams gleich groß, sagt Halls Head Coach Siegfried Gehrke. Da treten zwei starke Mannschaften gegeneinander an und allen ist klar, dass der Sieger am Sonntag einen großen Schritt Richtung Südmeisterschaft machen wird. Wer das Meisterschaftsrennen weiterhin aus eigener Kraft gewinnen und sich nicht auf einen Ausrutscher des Kontrahenten verlassen will, der muss am Sonntag zwei Punkte holen.
Da kommt es den Hallern gar nicht gelegen, dass sich zu den Langzeitverletzten Felix Brenner, Gabriel Erler und Stefan Wahl am vergangenen Samstag mit Sven Mielke ein weiterer Spieler mit Verletzung gesellt hat. Fraglich sind auch noch die Einsätze von Felix Hegemann, Christian Rothe und Eren Savasli, die ebenfalls Blessuren aus dem Spiel gegen Weinheim mitgenommen haben.
Verstärkt wird das Haller GFL-Team am Sonntag allerdings durch Spieler aus der eigenen A-Jugend. Diese verlor am vergangenen Sonntag ihr Halbfinale um die deutsche Jugendmeisterschaft und der älteste Jahrgang darf nun im Herren-Team eingesetzt werden. Von den 16 Spielern, die ins Lager der Aktiven wechseln, werden am Sonntag auf jeden Fall Quarterback Marco Ehrenfried und Runningback Brian Rushing mit nach Marburg fahren.
Neben einem durchweg gut besetzten Kader verfügen sie mit Receiver Brandon Langston und Allrounder Joe Sturdivant über zwei exzellente, amerikanische Spieler. In der Offense-Line der Hessen finden sich gleich drei Nationalspieler und zuletzt konnte Runningback Patrick Trumpfheller in zwei Spielen mit über 100 Yards Raumgewinn glänzen. Letzter Beleg für die Spielstärke der Marburger: Am Samstag gelang ihnen ein hoher 44:7-Sieg bei den Cowboys in München, die über eine recht starke Defense verfügen.
Gegen die Weinheim Longhorns zeigten die TSGler am vergangenen Samstag wieder die von ihnen gewohnte Leistung. Die Defense zeigte Dominanz und die Offense hatte nach den Aussetzern in Stuttgart eine Woche zuvor den Rhythmus wieder gefunden. Eine echte Vorbereitung auf ein Team wie Marburg war das aber leider nicht, sagt Siegfried Gehrke. Er weiß, dass die Mercenaries eine ganz andere Herausforderung darstellen werden.
