Vorschau: Adler vs. Rebels

Es ist 15 Jahre her, dass sich die Berlin Adler und die Berlin Rebels in der damaligen Football-Bundesliga gegenüber standen. Und auch im dunklen Kapitel der Zweitklassigkeit trafen beide Teams zuletzt in der Saison 1998 aufeinander. Seinerzeit belegten die Rebels sogar den ersten Rang, scheiterten dann aber in der Relegation an den Paderborn Dolphins und verschwanden dann für ein paar Jahre in der Bedeutungslosigkeit. Nun können die beiden Berliner Traditionsclubs endlich wieder die Klingen miteinander kreuzen. „Für uns ist das ein ganz normaler Auftritt. Ich weiß, dass es etwas aufgebauscht wird, aber wir sehen das recht emotionslos“, beschreibt Adler Head Coach Shuan Fatah die Stimmung vor dem Spiel.

Ex-Adler-RB-David-McCants-jetzt-ein-Rebel.JPG - © Oliver Elsner

Unter Erfolgsdruck stehen dabei in erster Linie die Gäste, die der drohenden Relegation nur mit Siegen gegen die Adler entgehen können. Die Adler selbst sind schon sicher Tabellenzweiter und sicher in den Playoffs. „Wir erwarten einen unangenehmen Gegner, der sehr emotional sein wird. Aber das kennen wir von Dresden. Für die ist auch immer etwas Besonderes gegen uns zu spielen. Aber wer ist nicht hochmotiviert gegen uns.“ Vor allem vor der Defense der Rebels, die statistisch die zweitbeste der GFL ist, hat Shuan Fatah Respekt. „Sie haben einige Playmaker. Die Rebels sind kein Fallobst.“

 

Beim „fitness-outlet.de Hauptstadt Bowl“ wollen die beiden Mannschaften, am kommenden Samstag, den 28. August, ab 18.00 Uhr im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, feststellen wer die Nummer Eins in der Hauptstadt ist. Bei diesem Spiel geht es um Nichts anderes als die Ehre, Mann oder Milchmann, Adler oder Rebel. Einige Ehemalige des amtierenden deutschen Meisters suchten bei den Rebels in diesem Jahr neue Herausforderungen. Doch am Samstag werden sie vor ihrer größten stehen. Gegen seine alten Jungs zu spielen ist einfach nicht leicht.

 

Unter besonderer Beobachtung wird dabei RB David McCants stehen. Im vergangenen Jahr war er noch Teil der Berlin Adler, wurde im schwarz-gelben Dress sogar MVP des German Bowls. In diesem Jahr kehrte er an die Spree zurück, unterschrieb aber dieses Mal bei den Silber-Schwarzen aus Charlottenburg. „Er war Teil des Kollektivs, das im vergangenen Jahr den German Bowl geholt hat. Wir empfinden Freundschaft für ihn. Er wird für uns immer ein Adler bleiben“, so Fatah über das Wiedersehen. Auch wenn der quirlige Ballträger derzeit nicht unter den Top Ten der GFL-Running Backs rangiert, so ist er immer eine Gefahr. Auch für die Defense der Adler, die mit LB Patrick O’Neil immerhin den besten Tackler der GFL in ihren Reihen hat.

 

Zwar muss Head Coach Shuan Fatah gegen den Lokalrivalen nicht mit dem letzten Aufgebot antreten, doch zahlreiche verletzte beziehungsweise angeschlagene Spieler aus der Stammformation werden gegen die Rebels fehlen, so dass Spieler aus der zweiten und dritten Reihe in den Fokus rücken werden. „Wir haben nicht mehr viel Back Ups, sind schon am Ende der Fahnenstange. Wir müssen an den fundamentalen Dingen arbeiten, Ballverluste vermeiden“, beschreibt der Cheftrainer für die beiden Partien gegen die Rebels. Wer aber annimmt, dass Head Coach Shuan Fatah nun etwas zurückschalten wird, der wird sich am Samstag eines Besseren belehren lassen müssen. Geschenke werden die Adler an die Rebels auf jeden Fall nicht verteilen.