Das Team der New Yorker Lions begann das erste Spielviertel mit ihrer Offense an der eigenen 32 Yard Linie, mussten aber nach einem Sack gegen QB M. Herrick und zwei Strafen, bereits nach vier Versuchen per Punt sich vom Angriffsrecht trennen.
Nicht besser erging es den HSV Hamburg Blue Devils, die mit großen Verletzungssorgen und einem Minimalteam nach Braunschweig angereist waren. Auch sie mussten sich schnell wieder vom Ball ohne nennenswerten Raumgewinn trennen. Dieses hin und her zwischen den beiden Kontrahenten setzte sich fast bis zum Ende des ersten Spielabschnitts fort, ehe die Lions um QB M. Herrick endlich einmal voran kamen. Mit Läufen von Jabari Johnson und einem Pass von M. Herrick auf C. Bollmann arbeitet man sich bis fast an die Mittelinie vor, ehe im richtigen Augenblick die Löwenstädter den langen Pass aus dem Repertoire herausholten und M. Herrick über 56 Yards seinen Receiver
J. Schridde zum 7:0 (PAT T: Göbel) bediente. Nach einem kurzen Kick-Off der Löwen, begannen die Blue Devils ihren nächsten Angriff nahezu an der Mittellinie und arbeiteten sich bis zum Seitenwechsel und dem Beginn des zweiten Quarter, vor allem mit Läufen durch J. Jones und einem Pass von
J. Jones auf seinen Tight End S. Kaba, bis an die 16 Yard Linie der Lions vor.
Bedingt u.a, durch einen „Roughing the Passer“ Strafe gegen die Verteidigung der Löwen, fanden sich die blauen Teufel dann kurz nach dem Seitenwechsel, nur noch wenige Yards von der Endzone der Lions entfernt wieder. Beim dritten Versuch und noch ein Yard zu überbrücken, war es dann Devils QB M. Kuczynski, der den fehlenden Meter zum 7:6 (PAT geblockt) Anschlusstouchdown für die Hansestädter überbrückte.
Braunschweigs Angriff kam wieder auf das Feld und es sah so aus, als könnte der alte Abstand zügig wieder hergestellt werden. Beginnend mit einem 36 Yard Pass von M. Herrick auf W. Ngaoudjio, kam man schnell bis tief in die Spielfeldhälfte der Blue Devils voran. An der 30 Yard Linie der Hamburger verlor Löwen RB. S. Rosemann dann im Folgenden nach einem harten Tackle den Ball und das freie Spielgerät wurde durch die aufmerksame Defense der Teufel gesichert. Kapital konnte man auf Seiten der Devils aber nicht daraus schlagen und nach nur vier Versuchen der Hamburger Offense, betrat der Lions Angriff wieder das Feld. Aber auch dort kam man nicht voran und tat es den Blue Devils gleich, sich per Punt wieder vom Angriffsrecht zu verabschieden. Erneut kam schneller als erwartet wieder die Offense der Hamburger auf das Feld und erneut war es einen Strafe gegen die Defense der Lions, die Hamburg bis 2 Yards vor die Braunschweiger Endzone voran brachte. Diese Mal fand Blue Devils QB V. Ohlerich, Receiver Routinier J. Spohr zum 7:12 (TPC nicht gut) in der Endzone der Löwen. Doch damit nicht genug. Erneut startete der Angriff der Lions gut und überbrückte schnell die notwendigen Yards bis ins Territorium der Teufel, doch dann erwischt ein Defensespieler der Devils Lions QB M. Herrick genau im richtigen Moment, so dass dieser den Ball verlor und Hamburgs Verteidigung erneut das Spielgerät für sich sichern kann. Herausspringt für die Blue Devils zum Halbzeitpfiff, ein 41 Yard Fieldgoal zum 7:15 durch ihren Kicker K. Stange.
Nach der Halbzeitpause erhielten die Blue Devils als erstes den Ball und zeigten der Defense der Löwen, das sie gewillt war, weiter Punkte für ihre Farben zu erzielen. Mit einer Mischung von Läufen und kurzen Pässen, holte man Yard um Yard, First Down für First Down und letztendlich baute man mit einem 30 Yard TD-Pass von V. Ohlerich auf P. Heider die Führung sogar auf 7:21 (PAT geblockt) aus.
Doch dieser Touchdown der Hamburger läutete die Wende im Team der New Yorker Lions ein.
Den folgenden Kick-Off schnappte sich Lions Returner W. Ngaoudjio an der eigenen 22 Yard Linie und lief dann, mit Hilfe guter Blockarbeit seiner Specialteam Kollegen, die gesamte Strecke von 78 Yards bis in die Endzone der Devils und zum 14:21 (PAT T: Göbel) Touchdown zurück.
Damit war der Weckruf da und auch die Defense machte nun ihren Job. Nach einigen Yards Raumgewinn versuchte Devils QB V. Ohlerich einen langen Pass an seinen Receiver P. Heider anzubringen, fand aber in Lions DB N. Ahrens einen anderen Abnehmer des Balles. Die Interception trug N. Ahrens bis tief in die Hälfte der Hamburger zurück uns brachte seine Offense an der Devils
39 Yard Linie auf das Feld. Im Verlauf des Offensedrive der Löwenstädter brachte ein persönliches Foul von Hamburgs J. Jones und die nachfolgende Disqualifizierung des US-Amerikaners, die Löwen bis an die 5 Yard Linie der Hansestädter. Doch mehrere Strafen in Folge zwangen sie zurück bis an die 20 Yard Linie. Scheinbar nur Passraumerweiterung für M. Herrick, den zwei Spielzüge später erzielte er mit einem sechs Yard TD-Pass auf W. Ngaoudjio, den 21:21 (PAT T: Göbel) Ausgleich.
Doch dachte man jetzt auf Seiten der Lions, den Gegner nun im Griff zu haben und das Blatt wenden zu können, hatte man sich definitiv zu früh gefreut, den bereits im nächsten Angriffsdrive bewiesen die HSV Hamburg Blue Devils, das sie nicht gewillt waren aufzugeben. Pass um Pass von V. Ohlerich fand seinen Abnehmer in Person eines blauen Teufels und auch eine Strafe von minus 10 Yards konnte den Vorwärtsdrang der Hamburger nicht stoppen.
So war es schließlich der erste Spielzug im vierten Viertel, die die Hamburger wieder in Führung brachte. Zum zweiten Mal tauchte Devils Receiver J. Spohr in der Endzone der Lions auf und wurde über 10 Yards von V. Ohlerich zum 21:28 (PAT (K. Stange) per Pass bedient.
Die Lions kämpften und M. Herrick führte Regie im Angriff der Lions. Pass um Pass wurde vervollständigt und dazwischen war es RB S. Rosemann, der sowohl am Boden als auch in der Luft Raumgewinn erzielte und abschließend mit einem 1 Yard TD-Lauf zum 28:28 (PAT T. Göbel) ausgleichen konnte. Die Hamburger und deren Head Coach Maximilian v. Garnier setzen nun alles auf eine Karte und spielten auch einen vierten Versuch noch in der eigenen Spielfeldhälfte aus.
Dank einer jetzt aufmerksamen Verteidigung der Löwenstädter, scheiterte aber das vorhaben und die Löwen erhielten in guter Feldposition an Hamburgs 46 Yard Linie den Ball zurück. Zwei Läufe von J. Johnson und eine Interference Strafe gegen die Devils später und man fand sich vier Yards vor dem Ziel, der Endzone der blauen Teufel wieder. Zwar gelang es der Verteidigung der Hamburger, zwei Anläufe zu Punkten, zu unterbinden, doch einem Pass von M. Herrick auf C. Bollmann aus vier Yards, wusste man dann nichts mehr entgegen zusetzen und somit führten die Löwen 35:28 (PAT T. Göbel).
Bei etwas mehr als zwei Minuten verbleibender Spielzeit mussten die Braunschweiger die Devils nun nur noch in Schach halten, dieses Vorhaben misslang aber gründlich. Auch u.a. erneut bedingt durch zwei Strafen gegen die Verteidigung der Löwen, kam Hamburg vorwärts und abermals war die Passverteidigung der Lions nicht auf der Hut, wie V. Ohlerich, diese Mal über 40 Yards, P. Heider zum 35:34 in der Endzone der Braunschweiger fand. Hamburg setzte jetzt auf alles oder nicht und spielte eine Two Point Conversion. Zur aller Überraschung und zum entsetzen im Braunschweiger gelang auch diese auf P. Heider und bei 1:05 Min verbleibender Spielzeit führten die Blue Devils plötzlich mit 35:36. Es begann ein Bangen und Zittern auf Seiten der Braunschweiger Fans. Erster Spielzug, Pass incomplete, zweiter Pass M. Herrick auf J. Schridde, dieser bekommt irgendwie den Ball unter Kontrolle, First Down an der 42 Yard Linie der Lions. Noch 37 Sekunden. Pass auf C. Bollmann und dann zwei Pässen incomplete. Noch 29 Sekunden, vierter versuch und vier Yards zu gehen. Pass
M. Herrick auf S. Rosemann, First down an Hamburgs 37 Yard Linie, noch 19 Sekunden.
Pass M. Herrick auf C. Bollmann, acht Yards Raumgewinn, noch 19 Sekunden. Die nächsten zwei Passversuche sind leider incomplete, noch 8 Sekunden Spielzeit und Kicker T. Göbel betritt für ein 46 Yard Fieldgoal zum Sieg das Feld. Keiner traut sich wirklich hinzuschauen und im Stadion herrscht nahezu, bis aus den Hamburger Block, Stille. T. Göbel läuft an, kickt, trifft und alle jubeln.
38:36 bedeutete den Sieg, in diesem nervenaufreibenden und bis zum Ende spannenden Spiel, gegen eine nie aufgebende Mannschaft der HSV Hamburg Blue Devils, die es verdient hat in der ersten Bundesliga zu bleiben.
