Und wie immer in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft geht es dann um Alles oder Nichts, denn nur der Gewinner qualifiziert sich für das Halbfinale eine Woche später. Dennoch geht es für die Braunschweiger noch einmal um etwas mehr.
Was war denn mit Euch am letzten Wochenende los?, das war und ist wohl die meistgestellte Frage, die die Spieler, Trainer und Verantwortlichen der Löwenstädter in den vergangenen Tagen gehört haben.
Zu überraschend war die deutliche Niederlage in Kiel, die den Verlust des ersten Tabellenplatzes sowie der Nordmeisterschaft 2008 gekostet hat.
Die Antwort auf diese Frage wollen alle Beteiligten nun gegen die Bayern auf dem Spielfeld geben. Das betont auch Linebacker Andre Krüger noch einmal deutlich.
Wir alle haben in Kiel ganz sicher nicht den von uns gewohnten Lions-Football gezeigt. Es haben bei uns einige grundlegende Dinge nicht gestimmt, ohne die man einfach nicht solch wichtige Spiele gewinnen kann.
Wir werden nun aber gegen die Münchner wieder besser auftreten und jeder Einzelne von uns ist nun gefordert, seinen Teil zum Erfolg beizutragen. Keiner darf auf den anderen warten, sondern jeder muss vorangehen. Ich bin überzeugt davon, dass wir dann auch den Einzug ins Halbfinale schaffen können. Auch wenn die Cowboys ganz sicher ein gutes Team sind, das als Aufsteiger gleich bis in die Play-Offs marschiert ist, so der Nationalspieler weiter.
Nach einigen Jahren der Abstinenz sind die Süddeutschen in der Tat wieder erfolgreich in die German Football League zurückgekehrt. Unter der Leitung von Headcoach John Rosenberg wurde Platz drei im Süden erreicht, der die Münchner nun nach Braunschweig in den Play-Offs führt. Und auch in der Löwenstadt wollen die Cowboys nun ihre tolle Spielzeit möglichst fortsetzen.
Das will der amtierende Deutsche Meister natürlich verhindern, denn neben der angestrebten Rehabilitation für die Partie in Kiel soll so ganz nebenbei auch noch der Einzug in die nächste Runde der Play-Offs erreicht werden.
Dieses Ziel müssen die Braunschweiger allerdings ohne den langzeitverletzten Ryan Davis (Knieoperation) sowie Sven Becker und Rene Dittmann (beide beruflich verhindert) in Angriff nehmen. Ein großes Fragezeichen steht auch noch hinter dem Einsatz von Christian Bollmann. Der Wide Receiver klagt immer noch über Unwohlsein und Gleichgewichtsstörungen und befindet sich bereits in ärztlicher Behandlung.
Ob die Begegnung gegen die Munich Cowboys das letzte Heimspiel für die Lions in diesem Jahr sein wird, entscheidet sich spätestens am Sonntag. Vorausgesetzt, die Braunschweiger gewinnen auch ihr 13. Viertelfinalspiel in Folge gegen die Münchner, würde anschließend der Blick gen Marburg am Sonntag gehen, wo die gastgebenden Mercenaries auf die Dresden Monarchs treffen.
Gewinnen dabei die Hessen, dann würden die Lions am 14. September nach Marburg reisen müssen. Sorgen die Sachsen für eine weitere Überraschung, hätten die Lions als Sieger über die Cowboys noch ein weiteres Heimspiel. Das dann auch am 14. September um 15 Uhr.
Gedanken darüber machen sich die Spieler des Rekordmeisters allerdings noch lange nicht, wie auch Andre Krüger abschließend unterstreicht.
Wir denken momentan einzig und allein an München. Denn mit einer Leistung wie in Kiel wird es auch gegen die Cowboys eng. Wir müssen endlich wieder Gas geben, damit wir von Beginn an zeigen, wer der amtierende Champion ist, und wer in das Halbfinale einziehen will. An alles andere denken wir dann erst nach dem Spiel.



