Allerdings war es in der ersten Hälfte eine ziemlich zähe Angelegenheit. Die Defense der Hausherren war top, die Offense in den ersten beiden Vierteln eher ein Flop. München ging auch mit einem glücklich gefangenen Ball 7:0 in Führung und erst im zweiten Viertel gelang der Anschluss für die Wildcats. Ein guter Drive brachte mit einem gefangenen Ball von Flo Wimmer, einem Lauf von Quarterback Keith Hilson und schließlich den Touchdown durch Stefan Hautzinger mit einem Kurzpass in die Endzone. Extrapunkt verpasst und es stand 6:7. Die zweite Interception von Sinan Günaltay und ein Lauf über 30 Yards in die gegnerische Endzone brachte dann die Führung für die Wildcats zum 12:7. Die Rangers versuchten es mit einem Paß und waren erfolgreich. Wieder lag München mit 15:12 vorne. In der Offense der Wildcats passte wirklich nicht vie zusammen und Quarterback Hilson fand selten einen freien Receiver und agierte auch sonst recht verhalten. Ein verpasstes Fielgoal kurz vor der Halbzeit "rundete" das Bild ab.
Anscheinend fand aber Headcoach Christoph Riener die passenden Worte in der Kabine, denn in Hälfte zwei sahen die über 600 Zuschauer ein ausgewechseltes Team. Die Defense weiter stark. Vorallem in der Line arbeiteten Pat Dowd, Kilian Weber und Michael Forster stark. Im ersten Drive der Offense verletzte sich Hilson am Oberschenkel und es durfte Thomas Schmidtke als Quarterback ran. Ein Lauf von Jakob Mühlthaler an die 9 Yard Linie brachte den First Down ehe Schmidtke mit einem Paß Kevin Fuller in der Endzone fand. Der Extrackik war gut und es stand 19:15 für Kirchdorf. Von da an lief es plötzlich.
"Es wurden im Spielsystem einige Dinge umgestellt die hervorragend funktionierten", erklärte headcoach Riener diese Situation. Runningback Alexander Braunsperger konnte große Raumgewinne erzielen, die Defense weiter stark und so konnte Stefan Hautzinger ein Fieldgoal erzielen: 22:15. Ein Paß von dem wieder genesenen Hilson auf Kevin Fuller brachte das 29:15. Sinan Günaltay fing die dritte Interception ab, vier sollten es an diesem Tag insgesammt werden - ein Spitzenwert in der 2. Liga. Im letzten Viertel war es dann noch einmal ein Paß von Tom Schmidtke auf den aus der Jugend gekommenen Klaus Fischer und es stand 36:15, das Spiel war aus.
Für das kommende Wochenende in Holzgerlingen müssen sich die Wildcats in der Offense allerdings steigern um ihren Ziel sechs Siege aus sechs Spielen gerecht zu werden. "Das Potential haben wir auf alle Fälle, wir müssen es nur umsetzen", so Riener in der abschließenden Teamrunde. Die Zuschauer gingen trotzdem mit einem guten Gefühl nach Hause, denn am Ende wurden sie mit den Unduster als Liveband vor dem Spiel und in Hälfte zwei mit einem guten Footballspiel belohnt.
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