Zu Gast in Saarbrücken

Die Schwäbisch Hall Unicorns plagen Personalsorgen: Mit einem geschwächten Kader müssen sie am kommenden Samstag um 18:00 Uhr im Saarbrückener Ludwigspark-Stadion gegen die Saarland Hurricanes antreten.

Die Aufstellung für den kommenden Samstag ist keine leichte Aufgabe für Unicorns-Headcoach Siegfried Gehrke. Gleich elf seiner Spieler wird er am kommenden Samstag nicht einsetzen können und darunter sind einige Namen aus der ersten Garde zu finden. Wegen Verletzungen müssen Waldemar Schander, Hannes Dierolf, Felix Broecker, Hennes Ellinger, Christoph Baier, Felix Brenner, Jan Flachs und Gabriel Erler zuschauen. Passend zur Jahreszeit kommen ferienbedingt noch Johannes Brenner und Bernd Wollensack dazu. Von der Verletztenliste zurück ins Team werden es wohl nur Alex Wertheimer und Daniel Graf schaffen.

 

„Das ist nicht die beste Ausgangssituation für ein Spiel, das wir gewinnen müssen“, meint Siegfried Gehrke, der sich im Spiel gegen den Tabellenvorletzten aus dem Saarland natürlich keinen Ausrutscher erlauben will. Darf er auch nicht, denn den Zweipunktevorsprung gegenüber den Verfolgern aus Mannheim wollen die TSG-Footballer auf jeden Fall aufrechterhalten.

 

Das Hinspiel konnten die Unicorns Anfang Juni mit 57:28 gewinnen. In diesem Spiel feierte Fritz Waldvogel sein Debüt im Unicorns-Trikot und führte sich mit fünf Touchdowns hervorragend in der GFL ein. Inzwischen sind 16 weitere Touchdowns auf seinem Konto hinzugekommen und angesichts der Ausfälle bei den Unicorns lasten am Samstag viele Haller Hoffnungen auf seinen Schultern. „Die Saarländer haben eine Defense mit vielen guten Athleten. Bisher war ihre Leistung eher von der Tagesform abhängig, leicht ist es aber auf keinen Fall gegen sie zu spielen“, sagt Siegfried Gehrke.

 

Respekt hat Gehrke auch vor dem Hurricanes-Quarterback Antwan Smith: „Er ähnelt in seinen Fähigkeiten sehr dem Quarterback der Franken Knights, Cedric Townsend.“ Diesem gelang es mit seinem Team immerhin 39 Punkte gegen die TSG-Defense zu erzielen.

 

Zuletzt mussten die Hurricanes eine knappe 10:16-Heimniederlage gegen die Tabellennachbarn aus Wiesbaden einstecken. Diese schmerzte die Saarländer besonders, denn die Hessen haben damit in der unteren Tabellenhälfte schon fast das sichere Ufer erreicht. Den Saarländern droht hingegen weiterhin die Relegation. Will man diese aus eigener Kraft vermeiden, dann muss dringend ein Sieg her. Ein Umstand, der sicher für viel Motivation bei den Hurricanes sorgen wird.

 

Für den Haller Receiver Thomas Hambalek wird das Spiel in Saarbrücken das letzte in dieser Saison sein. Er geht für ein halbes Jahr zum Studium in die USA.