Zwei Rekordteams im direkten Duell - New Yorker Lions vs. Raiffeisen Vikings Vienna

An gleicher Stelle vor knapp 11 Jahren am 5. Juli 2003 – Lions siegen im Eurobowl XVII.

Nach einem spannenden Finale vor 7.800 Zuschauern im Braunschweiger Stadion an der Hamburger Straße stand der glückliche Sieger fest. Die Lions schlugen die damaligen Chrysler Vienna Vikings 21:14.

 

New Yorker Lions (Foto: Mario Ziebart)

Beide Teams zeigten gleich starke Leistungen und so hätte die Partie eigentlich keinen Sieger verdient. So das Resümee des letzten und bisher einzigen Aufeinandertreffens der beiden aus Deutschland und Österreich.

Eine Neuauflage des Finales von 2003 gibt es am kommenden Samstag im Eintracht Stadion an der Hamburger Straße in Braunschweig (Pre-Game Party ab 17 Uhr, Kick-Off 19 Uhr) beim Aufeinandertreffen der beiden Rekordteams im BIG6 European Football League Turnier.

Konnten die New Yorker Lions in ihrer bisherigen Vereinsgeschichte auf acht Deutsche Meistertitel und zwei Siege im Eurobowl zurückblicken, so legen die Gäste aus der österreichischen Hauptstadt mit 12 nationalen Titeln und vier Eurobowl-Titeln noch einmal eine Schippe drauf und das nicht ohne Grund!

Die Wikinger gelten als eine der besten, wenn nicht die beste Adresse im europäischen Football. Trainer für fast jede Position, ein wahres Schmuckkästchen als Stadion und Trainingsbedingungen unter anderem mit einem Kunstrasenplatz, von denen andere Teams nur träumen können, sind in Wien Normalität.
Auch auf der personellen Seite kann das Team um Head Coach Chris Calaycay im Normalfall aus dem Vollen schöpfen. Dazu muss man allerdings wissen, dass in der AFL nur der Einsatz eines nichteuropäischen Importspielers gestattet ist.
Mit QB Christopher Gross steht der österreichische Top-Spieler auf dieser Position im Kader der Vikings. Leider verletzte sich der Spielmacher im Spiel gegen die Danube Dragons und konnte für mehrere AFLSpiele nicht mehr in das Geschehen eingreifen. Am letzten Wochenende beim Duell gegen den Erzrivalen aus Graz war er aber wieder dabei, konnte aber die knappe 6:9 Niederlage gegen die Giants nicht verhindern und wurde im Verlauf der Partie erneut von Backup-QB Alexander Thury vertreten der sich mit seinen Leistungen ebenfalls keineswegs zu verstecken braucht.

Bei den Receivern stehen den Wienern mit Stefan Postel und Laurinho Walch ebenfalls die abbsolute Elite der AFL zur Verfügung. Zwar war Walch auch verletzt und konnte in den letzten Spielen ebenfalls nicht eingreifen, aber man kann schon fast davon ausgehen, dass er gegen die Braunschweiger wieder
auflaufen wird. Aber auch wenn er nicht spielen kann, verfügen die Vikings über genügend Alternativen auf dieser Position.

Spektakulär wird es auf der Position des Runningbacks und des einzigen US-Imports der Vikings in diesem Jahr. Mit Emmanuel Moody treffen die Lions auf einen ‘alten Bekannten’, denn letztes Jahr stand Moody in den Playoffs im Kader der Dresden Monarchs und war auch im German Bowl gegen die Lions
aktiv.