Zweite Heimniederlage für die Cardinals

Zwei Gamedays, zwei Gegner, bis jetzt aber noch keine Punkte auf dem eigenen Konto. Eine Woche nach der Niederlage gegen die Munich Cowboys können die Men in Blue auch am Osterwochenende nicht punkten. Trotz Osterferien sahen 1350 Zuschauern das Derby der Assindia Cardinals gegen die Düsseldorf Panther.

Mit einer ordentlichen Portion Selbstbewusstsein nach dem ersten „zu Null“-Sieg am vergangenen Wochenende kamen die Rheinländer zum zweiten Gameday in den Sportpark am Hallo nach Essen zum ersten Aufeinandertreffen nach drei Jahren. Nach der Pleite am ersten Spieltag, an dem die Cardinals im letzten Quarter ihre Punkte aus der Hand gaben, waren die Men in Blue heiß auf das Derby gegen die Landeshauptstadt.

 

Und im ersten Quarter schien sich das auch auf dem Feld zu zeigen. Die ersten Punkte gingen auf das Konto der Essener Defense. André Feuerherdt kickt aus 34 Yards Entfernung durch die gegnerischen Torstangen zum 3:0. Lange sollte die Führung der Cardinals allerdings nicht anhalten. Beim anschließenden Ballbesitz eroberten sich die Düsseldorfer die Führung. Aus 34 Yards passt Quarterback Robert Demers auf Widereceiver Dominic Hanselmann in die Endzone der Cardinals. Der PAT sitzt – 3:7.

 

Einen weiteren Rückschlag mussten die Cardinals mit der Verletzung von Shaquill Smith hinnehmen. Durch den Ausfall des Defenseback-Spielers der Essener konnte das Pass-Spiel der Düsseldorfer nun noch erfolgreicher ausfallen.

 

Das zweite Quarter sollte eine Vorentscheidung für die Panther bringen. Wieder war es der Düsseldorfer Quarterback Demers, der den nächsten Touchdown der Panther vorbereitete. Aus sechs Yards passt er zu Niklas Römer in die Endzone der Men in Blue, den PAT verwandelt Markus de Haer sicher. Die Panther erhöhen auf 3:14, wenig später wird der Vorsprung mit einem Fieldgoal aus 20 Yards Entfernung auf 3:17 ausgebaut. Die Cardinals kämpfen weiter und endlich scheint der Knoten geplatzt, als Mike Malone über 46 Yards in die Endzone der Panther läuft. Der Kick zum PAT verfehlt die Torstangen, es bleibt beim 9:17.

 

Kurz vor der Halbzeit versucht die Essener Defense, den Düsseldorfern wenig Raum vor der eigenen Endzone zu lassen. Doch wieder ist es Robert Demers, der die Übersicht behält und den Ball zum freigelaufenen Niklas Römer passt. Mit 9:24 gehen die Panther siegessicher in die Halbzeit.

 

Im dritten Quarter stellen die Cardinals um und versuchen nun alles, um das Blatt noch zu wenden. Louis Lee ersetzt Tobias Lupp auf der Quarterback Position, doch die Defense der Panther sollte den Cardinals in der 2. Halbzeit keine weiteren Punkte mehr gestatten. Mit 2 weiteren Touchdowns und einem verwandelten PAT schrauben die Panther die Führung auf 9:37 zum Ende des 3. Quarters.

Im letzten Quarter kamen weder Rheinland noch Ruhrpott zu Punkten. Die Defense beider Teams hielt, die Ballbesitze konnte die jeweilige Offense aber nicht mehr für sich nutzen. Nach zweieinhalb Stunden auf dem Platz und hochsommerlichen Temperaturen laufen die letzten Sekunden auf der Uhr ab und die Panther siegen sicher gegen die Men in Blue mit 9:37.

 

Quarterstände: 3:7, 6:17, 0:13, 0:0.

 

Nach zwei Gegnern und zwei Gamedays auf dem eigenen Platz sind die Cardinals immer noch ohne Punkte, stehen momentan noch auf dem letzten Tabellenplatz. Cardinals Headcoach formuliert seine Worte an das Team: “Unser größter Feind sind wir selbst.“

„Das ist ein klassischer Fehlstart in die Saison“, sagt Wilfried Ziegler, Präsident der Cardinals. „GFL ist kein Ponyhof und natürlich wussten wir, dass es eine harte und schwere Saison werden wird. Es ist etwas anders gelaufen als erhofft, aber die Saison ist noch lang. Es werden auch noch Spiele kommen, die wir gewinnen, keine Frage. Gegen die Panther haben wir besser gespielt als gegen die Cowboys – doch sind die Düsseldorfer auch eine Ecke stärker als die Münchener, so dass wieder nicht gereicht hat.“

 

Nächste Woche sind die Cardinals spielfrei und werden mit personellen Umstellungen bis zum nächsten Spiel am 8. Mai die Zeit nutzen, um noch mehr an sich zu arbeiten. Am dritten Spieltag empfangen die Men in Blue dann die Dresden Monarchs „Am Hallo“, Kick-Off wie gewohnt um 15 Uhr.