Entwicklung des Damenfootballs in Deutschland

Auch das "schwache" Geschlecht lässt es manchmal richtig krachen...
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Re: Entwicklung des Damenfootballs in Deutschland

Beitrag von Phorcus » Di Feb 23, 2016 16:11

@Skao

ich kenne ja deinen Bekanntenkreis nicht :wink: Abe in meinem sind einige Frauen die haben ihre Schule gemacht, im Anschluss eine Ausbildung oder ein Studium und danach haben sie Kinder bekommen. Ein Großteil davon war lange in Elternzeit bevor sie wieder arbeiten gegangen sind und die meisten von denen betreiben während und nach der Elternzeit keinen Vereinssport mehr oder engagieren sich als Trainer. Einige von den Frauen sind auch gar nicht mehr arbeiten gegangen und haben die klassische Hausfrauenrolle eingenommen die wenn die Kinder noch klein sind einem auch nicht unbedingt ermöglicht sich in Vereine einzubringen.

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Re: Entwicklung des Damenfootballs in Deutschland

Beitrag von skao_privat » Di Feb 23, 2016 16:26

Das hört sich sehr ländlich an ;-)
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Re: Entwicklung des Damenfootballs in Deutschland

Beitrag von Anderl » Di Feb 23, 2016 16:33

skao_privat hat geschrieben:Das hört sich sehr ländlich an ;-)
Schmarrn, aber es gibt Bundesländer, die können es sich nicht (mehr) leisten kostenlose Kita-Plätze anzubieten, da das Geld dafür als Länderfinanzausgleich in unsere ach so heißgeliebte "Hauptstadt" fließt. :evil: :roll:
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Re: Entwicklung des Damenfootballs in Deutschland

Beitrag von skao_privat » Di Feb 23, 2016 17:31

Das ist dann noch ländlicher ;-)
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Re: Entwicklung des Damenfootballs in Deutschland

Beitrag von Phorcus » Mi Feb 24, 2016 07:05

Nein ich komme nicht aus dem wilden Osten :wink:

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Re: Entwicklung des Damenfootballs in Deutschland

Beitrag von Woodworm » Fr Mär 18, 2016 10:45

Hallo,
ich habe diese Diskussion leider jetzt erst gelesen. Irgendwie gerät seit Facebook so ein Forum immer mehr in den Hintergrund ;-)

Ich bin seit dem Jahr 2000 mit dem Frauenfootball in Deutschland verbunden.
Erst als Spielerinnenmann, dann als Teammanager der Frauen in Kiel und von 2011-2014 auch
Als Teammanager der Frauen-Nationalmannschaft des AFVD.

Ich denke also, dass ich etwas Erfahrung zu diesem Thema mitbringe.

Und diese Erfahrung sagt mir, dass Frauenfootball in Deutschland, bis auf wenige Ausnahmen, einfach nicht gewollt ist.
Und das wird von den hier bisher getroffenen Aussagen zum Großteil bestätigt.
Immer wieder habe ich gehört, dass die Frauen sich mehr einbringen müssen, alles allein versuchen müssen. Das mussten die Männer schließlich auch, bekomme ich als Antwort, wenn ich Nachfrage warum.
So ein Quatsch ... Eben weil die Männer das selbst erfahren mussten, wäre es die Normalität, wenn ein Verein daraus gelernt hätte und die neu entstandenen Frauen-Teams entsprechend unterstützen würde. Warum den gleichen Fehler zweimal machen lassen?
Habt ihr ältere Geschwister? Wenn ja, wie oft durftet ihr euch als jüngeres Geschwister von dem älteren anhören, dass es für ihn oder sie alles viel schwerer war?
Ganz klar, jüngere Geschwister haben es immer leichter! Nur bei Football eben nicht.

Außerdem wird der Frauenbereich vom AFVD ganz bewußt klein gehalten. Es gab zum Beispiel im November 2012 in Frankfurt die 1. Frauensportkonferenz. Dort wurde unter anderem eine Frauensportkommission beschlossen, die sich um die Belange der Damen-Ligen und der Natio kümmern sollte. Da der AFVD geladen hatte und das Präsidium durch zwei Vetreter vertreten war dachten wir, dass wir richtig was bewegen können.
Und was ist dabei herausgekommen? Richtig ... Nichts!
Nichtmal für ein Sitzungsprotokoll hat es gereicht.
Ach ja, es gab bisher keine 2. Frauensportkonferenz!!
Die neu gegründete Kommission hat sich getroffen und eine Präsentation ausgearbeitet, wie sie sich das weitere Zusammenarbeiten zwischen AFVD, Vereinen und Natio vorstellt und was gemacht werden kann, damit der Frauenfootball in Deutschland wachsen kann.
Als nach über einem halben Jahr vom Präsidium keine Rückmeldung kam, wurde freundlich erinnert mit dem Ergebnis, dass sich das Präsidium mit der Präsentation überhaupt nicht beschäftigt hat, weil im Jahr 2013 für die Frauen kein internationales Event Anstand. Danach geriet diese Kommisiion in Vergessenheit, weil das AFVD-Präsidium sämtlich Anfragen mit 'es steht kein Geld zur Verfügung' abgeblockt hat. Von Seiten der Kommission wurde vorgeschlagen Camps zum Selbstkostenpreis durchzuführen, damit dem AFVD keine Kosten entstehen. Das wurde vom AFVD untersagt, bzw. man hätte natürlich Privat Camps anbieten können, aber ohne dabei die Worte AFVD oder Nationalmannschaft zu benutzen.

Als dann für 2015 die EM in Spanien geplant wurde, wurden mit der damaligen Leistungssportbeauftragten einige Punkte abgesprochen, unter welchen Bedingungen der AFVD ein Team nach Spanien schickt. Es wurde ein Stichtag vereinbart und zu diesem Stichtag wurde mehrer Punkte nicht erfüllt.
Das Präsidium hat dann eigenmächtig entschieden, was dazu geführt hat, dass die Leistungssportbeauftrage ihren Job zur Verfügung gestellt hat, weil sie sich eine Zusammenarbeit anders vorstellt.
Nur soviel, zum eigentlichen Stichtag der Anmeldung bei der EFAF, hätte der AFVD das Team aufgrund der bis dahin vorliegenden Anmeldungen nicht melden dürfen.

Ich gehe davon aus, dass es Tom Balkow jetzt nicht großartig anders geht.
Ich schätze ihn so ein, dass er den 'Erfolg' der EM gerne weiterentwickeln würde ... das man seit der EM nichts mehr hört, sagt mir eigentlich, dass die Verantwortlichen der Natio wieder vor dem gleichen Problem stehen, wie wir vor drei Jahren.
Es ist kein Event in 2016, also ist dem AFVD der Frauenfootball egal!

Schade drum, denn da ist viel Potential in allen Bereichen vorhanden......

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Re: Entwicklung des Damenfootballs in Deutschland

Beitrag von skao_privat » Fr Mär 18, 2016 13:37

Wenn die Frauen sich das gefallen lassen, dann bleibt das auch so
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Re: Entwicklung des Damenfootballs in Deutschland

Beitrag von _pinky » Fr Mär 18, 2016 13:51

Wieso soll man ein System über den Haufen werfen, das sich seit Jahren bewährt hat? Die Weichen für eine glorreiche Zukunft wurden kürzlich gestellt.
Hatte heute morgen keine Milch mehr für mein Müsli. Hab stattdessen Orangensaft genommen. Und Wodka statt Müsli.

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Re: Entwicklung des Damenfootballs in Deutschland

Beitrag von Woodworm » Fr Mär 18, 2016 17:24

@ Skao:
Wie sollen sich den deiner Meinung nach die Frauen dagegen wehren?
Sie können schlecht das AFVD-Präsidium abwählen, oder?
Und die von dem Präsidium eingesetzte Frauensportkommission wurde schlichtweg vom Verband ignoriert.

@Pinky: Welches System hat sich denn in den letzten Jahren bewährt? Und ja, ich bin gespannt auf die Antwort, denn
in den Jahren, in denen ich in der Natio dabei war, war das System echt Scheiße!!
Praktisch keine Try-Outs möglich (außer bei der ersten WM 2010), weil sich zuwenig Spielerinnen der Reisegruppe finanziell anschließen konnten.
Das ist der falsche Weg und der AFVD konnte oder wollte nichts daran ändern, weil keine Gelder zur Verfügung gestellt werden konnten.

Und wo wurden Weichen für eine glorreiche Zukunft gestellt?
Ist da vielleicht was geplant, was bisher noch nicht veröffentlicht wurde?

Der Liga-Betrieb jedenfalls, kann es nicht sein. Ja stimmt ... 12 Teams in der DBL 2. Toll ... schade nur,
dass sich einige Teams trotz eines entsprechend großen Kaders da nicht heraustrauen.
So war das eigentlich nicht geplant - geplant wurde die DBL 2 eigentlich als Aufbauliga, in der sich Teams
für eine oder zwei Jahre finden können und nicht zum dauerhaften Verbleib.

Solange in der DBL 1 nicht dauerhaft 10-12 Teams vorhanden sind, sehe ich keine glorreiche Zukunft im Frauenfootball.

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Re: Entwicklung des Damenfootballs in Deutschland

Beitrag von skao_privat » Sa Mär 19, 2016 09:28

Ok Frauen können das nicht, es geht nicht. Da stellen wir jetzt am besten den Betrieb ein. Hat ja sowieso keinen Sinn wenn es nicht geht.
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Re: Entwicklung des Damenfootballs in Deutschland

Beitrag von kielersprotte » Sa Mär 19, 2016 11:38

Das Statement, ebenso wie einige davor, von Dir Woodworm ist wieder so symptomatisch, und diesmal doch noch ein Kommentar von mir: Andere sollen es richten, und wenn die es nicht tun ist es eben nicht gewollt. Fragt sich nur durch wen nicht, der Frauenfootball dann vielleicht doch selbst?! (Ja, ich weiß provokante Frage, bewusst provokant, hilft sie ggf. Euch aus Eurem "Gedankenkäfig" auszubrechen)

Vereine erfüllen einen Zweck, und der heißt Förderung des Footballsports, nicht Förderung des Frauenfootball. Wer das will muss exakt solch einen Verein gründen.

Das als Feedback von außerhalb, so wirkt das hier auf mich als Außenstehender.

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Re: Entwicklung des Damenfootballs in Deutschland

Beitrag von Woodworm » Sa Mär 19, 2016 12:50

@Skao: Ich verstehe dich nicht ... aber sehr wahrscheinlich ist das dein Ziel. Einfach nur provozieren, als vernünftige Vorschläge zu machen, oder?

@Kielersprotte: Niemand erwartet, dass sich die Frauen nur ins gemachte Netz setzen müssen. Aber ich erwarte von einem Verband und von einem Verein, dass der sein bisher erworbenes Know-how einbringt um seine Mitglieder zu unterstützen.
Die Frauen sind Mitglieder in den gleichen Verbänden und in den gleichen Vereinen wie die Männer. Sie zahlen die gleichen Beiträge und sogar eine höhere Eigenbeteiligung wenn's ums Reisen geht und dafür erwarte ich zumindestens eine gleiche Behandlung. Mehr nicht.
Und wenn ich von dem HC der Herren höre, dass seine Spieler gerne die Jugend coachen können, aber wenn sie die Frauen coachen, dann würden sie ihren Starter-Platz verlieren, dann kommt mir die Galle hoch.
Und das ist nicht von Hören sagen, sondern ich habe daneben gestanden!!
Ein Verein sollte sich gegenseitig unterstützen und nicht gegeneinander kämpfen.

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Re: Entwicklung des Damenfootballs in Deutschland

Beitrag von kielersprotte » Sa Mär 19, 2016 13:37

Woodworm hat geschrieben:@Skao: Ich verstehe dich nicht ... aber sehr wahrscheinlich ist das dein Ziel. Einfach nur provozieren, als vernünftige Vorschläge zu machen, oder?

@Kielersprotte: Niemand erwartet, dass sich die Frauen nur ins gemachte Netz setzen müssen. Aber ich erwarte von einem Verband und von einem Verein, dass der sein bisher erworbenes Know-how einbringt um seine Mitglieder zu unterstützen.
Die Frauen sind Mitglieder in den gleichen Verbänden und in den gleichen Vereinen wie die Männer. Sie zahlen die gleichen Beiträge und sogar eine höhere Eigenbeteiligung wenn's ums Reisen geht und dafür erwarte ich zumindestens eine gleiche Behandlung. Mehr nicht.
Und wenn ich von dem HC der Herren höre, dass seine Spieler gerne die Jugend coachen können, aber wenn sie die Frauen coachen, dann würden sie ihren Starter-Platz verlieren, dann kommt mir die Galle hoch.
Und das ist nicht von Hören sagen, sondern ich habe daneben gestanden!!
Ein Verein sollte sich gegenseitig unterstützen und nicht gegeneinander kämpfen.
Du musst Dich jetzt aber schon entscheiden ob wir nun über solche Einzelbeispiele im Kleinen (Die man übrigens immer und überall finden wird) sprechen, oder über das große Thema im Generellen.

Der Eindruck das der Frauenfootball sich zumindest ins Teilgemachte Nest setzen möchte entsteht aber immer wieder, gerade durch solche Posting wie von Dir am "18 Mär 2016 11:45". Das ist genau der Tenor der aus solcherart Äußerungen herausklingt. (Und mich zugegebenermassen stört)

Um es mal frei nach Kennedy zu sagen: "Frage nicht was der Verband für Dich tun kann, frage was Du für den Verband tun kannst!"

Mein Eindruck ist übrigens das der Frauenfootball sehr wohl gleich behandelt wird. Das kann eben gleich gut, aber auch gleich schlecht sein. Wenn es in einigen Dingen nicht sogar die eine oder andere kleine "Bevorteilung" gibt.

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Re: Entwicklung des Damenfootballs in Deutschland

Beitrag von Woodworm » Sa Mär 19, 2016 13:51

Wir können doch aber nicht am Verband vorbei arbeiten.

Ich habe drei Jahre im direkten Kontakt mit Herrn Huber (er sagt, er sei im Präsidium zuständig für die Frauen) gestanden und alles was auf egal welche Anfrage von uns (Natio und Frauensportkommission) kam war ein 'Nein'. Oder wir haben kein Geld.
Wenn wir etwas zum Selbstkostenpreis machen wollten, hat er uns untersagt, das im Namen des AFVD oder der Schirmherrschaft der Natio inkl. deren Coaches zu machen. Für den AFVD existieren die Natios nur während der Turniere.

Und natürlich will man sich ins teilgemachte Nest setzen ... was passiert denn in einem Verein, wenn der sich entschließt ein zweites Herrenteam an den Start zu bringen? Fängt das bei Null an? Doch im Leben nicht!! Warum also das Frauen-Team? Der gleiche Sport im gleichen Verein. Klar müssen sich die Frauen im Verein einbinden. Lehrgänge als Refs und Coaches machen ... tun sie, zumindest bei uns ja auch ... Aber da sie nun mal später angefangen haben kann da nicht sofort ein HC oder Koordinator gebracht werden. Da brauchen sie nunmal erstmal Unterstützung ... genau wie jedes andere neu gegründete Team im Verein.

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Re: Entwicklung des Damenfootballs in Deutschland

Beitrag von kielersprotte » Sa Mär 19, 2016 14:11

*seufz*
Ok, letzter Versuch, auch wenn wir entweder aneinander vorbei reden oder Du nicht verstehen kannst/ willst.
Woodworm hat geschrieben:Wir können doch aber nicht am Verband vorbei arbeiten.
Richtig.
Ich habe drei Jahre im direkten Kontakt mit Herrn Huber (er sagt, er sei im Präsidium zuständig für die Frauen) gestanden und alles was auf egal welche Anfrage von uns (Natio und Frauensportkommission) kam war ein 'Nein'. Oder wir haben kein Geld.
Wenn wir etwas zum Selbstkostenpreis machen wollten, hat er uns untersagt, das im Namen des AFVD oder der Schirmherrschaft der Natio inkl. deren Coaches zu machen. Für den AFVD existieren die Natios nur während der Turniere.
Das ist wie sich Gleichbehandlung anfühlt.
Und natürlich will man sich ins teilgemachte Nest setzen ... was passiert denn in einem Verein, wenn der sich entschließt ein zweites Herrenteam an den Start zu bringen? Fängt das bei Null an? Doch im Leben nicht!! Warum also das Frauen-Team? Der gleiche Sport im gleichen Verein. Klar müssen sich die Frauen im Verein einbinden. Lehrgänge als Refs und Coaches machen ... tun sie, zumindest bei uns ja auch ... Aber da sie nun mal später angefangen haben kann da nicht sofort ein HC oder Koordinator gebracht werden. Da brauchen sie nunmal erstmal Unterstützung ... genau wie jedes andere neu gegründete Team im Verein.
Ich bezog Teilgemacht nicht auf die Vereinsebene, sondern auf Verbands- bzw. auf Öffentlichtskeitsebene. Im übrigen hinkt der Vergleich zweite Herren ziemlich stark. In der Regel werden diese zweiten Mannschaften gegründet als Fundament für eine Bundesligamannschaft, das fällt bei einem Frauenfootballteam logischerweise aus.

Aber da Du gerade Kiel und das Frauenteam als Beispiel bringst. Ich bin ja schon watt länger Fans der Canes. Wenn ich an früher denke, also lange bevor Ihr Euch in Lady Canes umgetauft habt, hatte ich sehr wohl den Eindruck das Ihr Ressourcen aus dem Verein nutzen konntet, ich habe Euch aber nicht so empfunden als wenn Ihr Euch als Teil des ASC Kiel wahrgenommen habt. Der Eindruck damals war immer: die Witches sind ein Verein im Verein. Das war Euer Auftreten, zumindestens so wie er bei mir angekommen ist!

Losgelöst davon geht es mir aber nicht um einzelne Vereine, sondern um die generelle Einstellung. Und die scheint mir im Frauenfootball immer noch sehr Konsumentenlastig zu sein. Und solange das so ist, wird es so bleiben wie es jetzt ist.

"Frage nicht was der Verband für Dich tun kann, frage was Du für den Verband tun kannst!"

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