Bayernliga 2026

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Wettbewerbsverzerrer
DLiner
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Re: Bayernliga 2026

Beitrag von Wettbewerbsverzerrer »

Ich kann dazu tatsächlich etwas wertvolles sagen:
Ich habe die letzten 15 Jahre ungefähr 5-8 Coaches (darunter 2 Frauen) kennengelernt, die alle besser gewesen wären für die Teams in ihren Umkreis als das was man stattdessen aufgeboten hat.
Die konnten alle die Regeln, die Etikette und waren Coaching technisch eher schon für GFL 1-2 gedacht anhand ihres Wissens.
Und es ist bei allen so ziemlich das gleiche:
Entweder wurden die ersetzt von Amis - die am Ende nie bleiben und keiner Mannschaft nachträglich etwas bringen.
Sonst wären Teams wie die Bulls oder Vikings wesentlich weiter gekommen die Jahre.
Das ist einer der Hauptgründe:
die Leute werden von den eigenen Leuten behandelt als wären sie Austauschware.
Schließlich ist ja der Coach dem Vorstand „unterstellt“ - selbst wenn der durchschnittliche LL Vorstand selbst kompletten Müll coacht - er ist ja der Vorstand und muss nur deswegen Recht haben und respektiert werden (selbst wenn die persönliche Leistung darin liegt jedes Spiel mit 70 Punkten Differenz zu verlieren wie ein paar der Experten hier…)
Dann kommt noch dazu, dass man für Imports immer Geld hat, aber den eigenen Leuten kein Benzingeld zahlt (oft schon mitbekommen usw.).
Die eigenen Coaches werden nicht gefördert (die meisten haben nur einen Schein weil sie einen machen mussten, sonst hätte man ihnen auch den nicht gezahlt).
Oder man ist der „neue“ und wird immer den Status des Außenseiters gedrückt bekommen von oben. Da ist dann das Prinzip „wir wollen das nicht, wir haben das immer so gemacht“ der perfekte Vorwand jeden motivierten Coach die Lust zu nehmen.

Dass es immer weniger (vor allem gute und fähige) Coaches gibt, wundert mich. Die guten und fähigen Coaches haben wegen den Umständen die sich nicht verbessert haben hingeschmissen.
Ich verstehe sie auch.
In deiner Region geht nichts, dann bleibt nur noch teilweise 80-100km (je nach Region) zur nächsten Mannschaft.
Dass das keiner mehr 400 Euro aus seinem Tank bezahlen, um am Ende in einem Team zu sein wo dir nur Steine in den weg gelegt werden.

Ich denke sogar, dass Football an genau dieser Lokalpatrioten Dummheit zerbrechen wird.
Die selben Vorstände die die Leute verloren haben, sind de fakto genau die deren Teams seit Jahren komplett unterirdisch auftreten.
Dann sollen sie ihre Teams und ihren Film halt alleine machen denkt sich jeder gute Coach und meidet den Sport.
Die Football Welt will es selbst so. In wenigen Jahren wird Football in Deutschland auf das geschrumpft sein, was es in den 90ern war.
Der Fernseh Hype stirbt dieses Jahr als erstes, des Rest wird folgen.
Zu teuer, zu viele Köche die den Brei verderben.
NESS
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Re: Bayernliga 2026

Beitrag von NESS »

Wettbewerbsverzerrer hat geschrieben: Fr Apr 03, 2026 13:26 Die Football Welt will es selbst so. In wenigen Jahren wird Football in Deutschland auf das geschrumpft sein, was es in den 90ern war.
Der Fernseh Hype stirbt dieses Jahr als erstes, des Rest wird folgen.
Zu teuer, zu viele Köche die den Brei verderben.
Das Ende trifft es auf den Punkt. Der Hype um den Tackle Football geht merklich zurück bzw. ist nicht mehr vorhanden.
Warum? Naja ganz einfach ich kann heutzutage in jedem Dorffußball Club Sport anfangen und brauch keine Ausrüstung für 1000€, muss ein Playbook lernen, am besten 4 mal die Woche ins Training und verbau mir den ganzen Sommer durch die Spiele. Im Fußball ist es nicht so dramatisch wenn mal einer fehlt, kommt hald der nächste Bankdrücker rein und gut ists. Wenn du ein bisschen was kannst, kriegst du hier schnell mal einen 10er Fahrtgeld in der 18ten Kreisliga Nord Süd Hinterdupfing.
Kannst du im Football hald nicht machen, wenn dein QB nicht da ist oder dir die halbe Oline fehlt, ist das Thema durch und was macht man natürlich dann schlauerweise? Eh klar sich einen Ami holen der nicht auskommt, weil er dafür bezahlt wird. Dahinter versauert dann der Nachwuchs und im nächsten Jahr spielen wir den selben Song nochmal, bis der Verein pleite ist.

Auf der anderen Seite muss man sagen, dass in den 90ern auch nur ein gewisser Menschenschlag wirklich Football gespielt hat und denen kannst du heute kein Jugendtraining anvertrauen.... Ich kenn genug Coaches, die meinen sie haben die Weisheit mit Löffeln gefressen und meinen Aussagen wie "Hol ihm die Kniescheibe raus" oder "Gib ihm ordentlich auf die Fresse" wären nützliche Hinweise im Training.
Die Jugend heutzutage hat keinen Bock auf sowas und auch die üblichen alten Methoden wie, solange im Kreis laufen bis man kotzt oder Burpees bis zum umfallen, sind heute nicht mehr state of the art. Junge Athleten wollen gefördert werden und nicht dumm angeschrien. Warum zieht es sie denn alle nach oben? Wegen dem Geld? Quatsch weil sie oben eine Infrastruktur finden in der sie besser werden, anstatt ständig nur dummes Geschreie oder Beschwerden, dass heute nicht gespielt werden kann, weil man nur 3 Liner hat. Ist es in der GFL vom Niveau besser? Naja zumindest sind genug Leute im Training.... und durch die Semi Pro Ligen ist hald auch der need im Oberhaus da.

Gute Coaches die Basisarbeit mit Leidenschaft betreiben sind mehr wert als 8 Imports im Kader und diese gilt es zu fördern und auch mit der Verantwortung zu betrauen. Einen Trainerschein kann jeder Pfosten machen der das Geld dafür aufbringt. Es werden sich genug alte "Funktionäre" anschauen was aus ihrem ach so guten Team wird, wenn sie nicht endlich die Gangart ändern.
Ich frag mich schon seit Jahren wo die Teams der LL oder auch in der BL das Geld für irgendwelche Amis im Coaching oder Spielerbereich herhaben. Die Base Städte mal ausgenommen. Nimm doch das Geld und bezahl deinen Trainer, der schon seit Jahren im Verein ist und jede Woche draußen für den Verein am Platz steht, anstatt einen alten Amerikanischen Coach der mal High School Football gespielt hat.

Auf der anderen Seite musst du Fairerweise auch sagen, sich als Vorstand in einem Verein hinzustellen ist immer eine Demokratie Entscheidung... Der sagt nicht einfach ich bin Vorstand, sondern wird vom Team gewählt. Warum das ganze? Naja es will heutzutage auch keiner machen. Seit Corona stirbt der übliche Vereinsmensch aus und was bleibt sind hald wenige die es davor gemacht haben und vielleicht mit Glück mal ein ehemaliger. Schau nach München wie lange ist hier schon da Maier Präsident? Ingolstadt (ok schlechtes Beispiel die haben gewechselt), aber ich glaube du weißt was ich meine.
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