Mögliche Ligenreform Baden-Württemberg

Alle anderen Teams mit Tackle Football
d_eleven
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Re: Mögliche Ligenreform Baden-Württemberg

Beitrag von d_eleven »

Ich bin ebenfalls der Meinung, dass man sich gerade im Jugendbereich nicht einfach mit einer Geldstrafe aus der Verantwortung ziehen können sollte.

Auch das Thema Spielgemeinschaften sehe ich kritisch. Eine Spielgemeinschaft sollte ihren Namen auch verdienen. Das bedeutet für mich, dass beide Vereine einen nennenswerten Beitrag zum Kader leisten. Eine Spielgemeinschaft besteht eben nicht daraus, dass ein oder zwei Spieler mit einem andersfarbigen Helm auf dem Feld stehen.

Deshalb sollte es aus meiner Sicht eine verbindliche Mindestanzahl an Spielern jedes beteiligten Vereins geben. Denkbar wäre beispielsweise, dass mindestens ein Drittel des Kaders von jedem Partnerverein gestellt werden muss, damit eine Mannschaft tatsächlich als Spielgemeinschaft anerkannt wird.

Ebenso sollte man sich endlich mit dem Thema der sogenannten "Passleichen" beschäftigen. In Zeiten digitaler Spielberichtsbögen sollte es problemlos möglich sein zu erkennen, welche Spielerpässe tatsächlich aktiv genutzt werden. Wenn ein Spielerpass über einen längeren Zeitraum – möglicherweise sogar über mehrere Jahre – nie auf einem Spielbericht erscheint, sollte geprüft werden, ob dieser weiterhin für die Kaderstärke angerechnet werden darf. Es kann nicht Sinn der Sache sein, inaktive Pässe nur deshalb vorzuhalten, um formale Mindestzahlen zu erfüllen.

Mir ist bewusst, dass solche Regelungen nicht leicht umzusetzen sind. Dennoch ist am Ende niemandem geholfen, wenn jedes Jahr Mannschaften während der laufenden Saison zurückziehen müssen – ganz gleich, ob im Jugend- oder Seniorenbereich. Vielleicht sollte man sich hier ehrlich hinterfragen, ob es wirklich erstrebenswert ist, mit gerade einmal 13 spielfähigen Spielern eine Saison als vermeintlicher "Ironman-Football" durchzuziehen. Langfristig schadet das den Spielern, den Vereinen und letztlich dem gesamten Sport.
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zusel
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Re: Mögliche Ligenreform Baden-Württemberg

Beitrag von zusel »

Bei der Jugend würde ich noch weiter gehen:

Wenn die Senioren in der GFL(2) spielen wollen, dann muss verpflichtend eine U19/20 im 11er Tackle spielen, in der Regionalliga mindestens 9er Tackle. Jeweils eigenständig, also keine SG erlaubt.

Dies muss auch Aufstiegsvorraussetzung für die obersten 3 Ligen sein und nichts was man erst nach x Jahren in der Liga vorweisen muss.
Dafür würde ich jedoch unbedingt einen anderen Failsafe einbauen: da es doch immer mal wieder zu großen Umbrüchen in der Jugend kommt (wenn das Team zB. zu 2/3 aus einem Jahrgang bestand und dann altersmäßig rausfällt), dann darf das Seniorenteam für max. 1 Jahr weiter in einer der Ligen bleiben. Fällt die U19/20 dann ein zweites Jahr hintereinander aus, dann müssen auch die Senioren runter.
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skao_privat
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Re: Mögliche Ligenreform Baden-Württemberg

Beitrag von skao_privat »

Zack, alle Regularien außer Geld ausgehebelt...
Fällt die U19/20 dann ein zweites Jahr hintereinander aus, dann müssen auch die Senioren runter.

Ihr beschreibt dasselbe Problem von zwei Enden her.

@MIB #65: Das aktuelle System belohnt Tricksen. Solange Kriterien bloß Auflagen sind, die man mit Geld wegzahlt, investiert keiner in Schiris oder Jugend. Die Rechnung ist banal: Strafe zahlen ist billiger als Struktur aufbauen.

@zusel: Bei der Jugend kompromisslos zu sein – eigenständige Teams, echtes Tackle – das ist der richtige Hebel. Dein Failsafe aber, der sportliche Zwangsabstieg nach zwei Jahren, bestraft ein demografisches Problem mit wirtschaftlicher Vernichtung des Herren-Teams. Und erhöht damit genau den Druck, der zum Tricksen führt: Pässe fälschen, Schiri-Strafen einkalkulieren.

Wie kriegt man das zusammen?

Kriterien werden Lizenzvoraussetzung für die jeweilige Conference-Stufe. Wer überregional spielen will, stellt die U19 im 11er-Tackle und den Schiri-Pool. Punkt.

Bricht einem Verein dann tatsächlich ein Jahrgang weg:

Die Herren bleiben sportlich, wo sie sind. Kein Abstieg, keine Sponsorenflucht.
Der Verein verliert die Lizenz für die Top-Conference und wird administrativ in eine regionale Entwicklungs-Conference umgestuft.

Freikaufen geht damit nicht mehr. Wer die Struktur nicht hat, spielt nicht auf dem Niveau – egal wie das Budget aussieht. Gleichzeitig fällt der existenzielle Druck weg, und übrig bleibt der Anreiz, kontinuierlich Nachwuchsarbeit zu machen.

Solange wir Vereinsentwicklung über den Fahrstuhleffekt regeln wollen, endet das jedes Jahr im gleichen Chaos. Wobei: Es soll gar nichts geregelt werden. Irgendwie sollen die Ligen befüllt werden und alle glücklich mit ihren Sonderwünschen sein. Regelfrei. Kann man machen. macht man. Seit Jahren. Falsch.
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d_eleven
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Re: Mögliche Ligenreform Baden-Württemberg

Beitrag von d_eleven »

skao_privat hat geschrieben: Do Jul 23, 2026 14:02 Bricht einem Verein dann tatsächlich ein Jahrgang weg:

Die Herren bleiben sportlich, wo sie sind. Kein Abstieg, keine Sponsorenflucht.
Der Verein verliert die Lizenz für die Top-Conference und wird administrativ in eine regionale Entwicklungs-Conference umgestuft.


erkläre das mal bitte .. ich kapiers nicht wie Du das meinst
JB87
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Re: Mögliche Ligenreform Baden-Württemberg

Beitrag von JB87 »

d_eleven hat geschrieben: Do Jul 23, 2026 15:26
skao_privat hat geschrieben: Do Jul 23, 2026 14:02 Bricht einem Verein dann tatsächlich ein Jahrgang weg:

Die Herren bleiben sportlich, wo sie sind. Kein Abstieg, keine Sponsorenflucht.
Der Verein verliert die Lizenz für die Top-Conference und wird administrativ in eine regionale Entwicklungs-Conference umgestuft.




erkläre das mal bitte .. ich kapiers nicht wie Du das meinst

Würd mich auch interessieren, wie du das genau meinst mit Entwicklungs/Top Conference
MIB #65
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Re: Mögliche Ligenreform Baden-Württemberg

Beitrag von MIB #65 »

Nächstes Update bezüglich Ideen:
Wie ursprünglich erwähnt, soll GFL, GFL2 sowie Regio bei meinem Plan nicht verändert werden.
Die Regio ist aber laut Plan der Landesspielordnung bei 7 Teams.

Ich gehe bei meinen Überlegungen von einem Abstieg Biberachs aus der GFL2 und einem Nicht-Aufstieg von Leonberg aus (Augentest, don't hate me. Traue denen trotzdem den Aufstieg zu, wird die Tagesform entscheiden). Ist aber für meine Ideen hier an sich irrelevant, siehe unten.

Regio: Hat eine Sollstärke von 7 Teams. Laut Landesspielordnung kann es sein, dass mehr Teams als 2 absteigen, um auf die 7 Sollstärke zu kommen.

Meine Gedanken:
Regio wird auf die Sollstärke von 7 Teams reduziert.

Oberliga neu: 2 Teams aus der Regio 2026, 5 Teams aus der Oberliga 2026 (Aufsteiger steigt auf, aber macht für die Anzahl keinen Unterschied, analog weitere Ligen), 5 Teams aus Landesliga 2026 = 12 Teams.
Daraus dann zwei Gruppen à 6 Teams, in der Gruppe Hin- und Rückspiel, danach Playoffs der besten beiden Teams je Gruppe. Champion steigt in die Regio auf. Alternativ drei Gruppen à 4, jeder gegen jeden aus der regionalen Gruppe Hin- und Rückspiel und dann gegen jeweils 2 Teams aus den anderen Gruppen je ein Spiel. Wären dann weiterhin 10 Spiele in der regulären Saison, aber gegen 7 Gegner, was die Vorbereitung interessanter macht, den Interconference-Spielen mehr Bedeutung zumisst und die Teams vor Rückzügen in der Saison schützt (sagt ein Gegner ab, fällt nur ein Spiel aus und nicht zwei). Auch dann wieder Halbfinale mit allen drei Ersten und dem besten Zweiten. Finalteilnehmer kann Relegation gegen Vorletzten der Regio spielen. Vier schlechteste Teams insgesamt steigen ab.

Landesliga neu: Alle anderen, die nicht Aufbauliga spielen (entweder wie aktuell 11er Liga mit 4x8 Minuten, 9er Liga mit 4x12 Minuten, oder einfach ganz weglassen analog Bayern, dort funktioniert das)

Das wäre dann 1 Team Landesliga 2026, 2 zurückgezogene Teams aus Oberliga 2026, 6 Teams aus Bezirksliga, 5 Teams aus Kreisoberliga, 4 Teams aus Kreisliga, 1-5 Teams aus Baden-Württemberg-Liga. Wären dann 23 Teams (falls es keine neuen zweiten Mannschaften oder Neugründungen gibt). 3 Gruppen à 6 Teams, eine mit 5 Teams. Jeder spielt in der Gruppe jeder gegen jeden mit Hin- und Rückspiel, dann dreistufig Playoffs für alle vier Gruppenersten, vier Gruppenzweiten um den Champion auszuspielen. Alle Halbfinalteilnehmer steigen auf. Gute Teams haben dann also 13 Spiele, schlechtere sind nach 10 Spielen durch. Alternativ kann man natürlich auch hier mit kleineren Gruppen und Interconference arbeiten, um mögliche Spielausfälle leichter aufzufangen.

Im nächsten Jahr werden alle Gruppen wieder regional eingeteilt.

Den Modus der Landesliga kann man anpassen, je nachdem wie viele Teams dort spielen.

Ist das verständlich?
Sobald die Ligen fertig gespielt sind, mach ich wieder ein Update, wie das zum Beispiel für nächstes Jahr aussehen könnte.
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d_eleven
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Re: Mögliche Ligenreform Baden-Württemberg

Beitrag von d_eleven »

MIB #65 hat geschrieben: Do Jul 30, 2026 21:23 Nächstes Update bezüglich Ideen:
Wie ursprünglich erwähnt, soll GFL, GFL2 sowie Regio bei meinem Plan nicht verändert werden.
Die Regio ist aber laut Plan der Landesspielordnung bei 7 Teams.

Ich gehe bei meinen Überlegungen von einem Abstieg Biberachs aus der GFL2 und einem Nicht-Aufstieg von Leonberg aus (Augentest, don't hate me. Traue denen trotzdem den Aufstieg zu, wird die Tagesform entscheiden). Ist aber für meine Ideen hier an sich irrelevant, siehe unten.

Regio: Hat eine Sollstärke von 7 Teams. Laut Landesspielordnung kann es sein, dass mehr Teams als 2 absteigen, um auf die 7 Sollstärke zu kommen.

Meine Gedanken:
Regio wird auf die Sollstärke von 7 Teams reduziert.

Oberliga neu: 2 Teams aus der Regio 2026, 5 Teams aus der Oberliga 2026 (Aufsteiger steigt auf, aber macht für die Anzahl keinen Unterschied, analog weitere Ligen), 5 Teams aus Landesliga 2026 = 12 Teams.
Daraus dann zwei Gruppen à 6 Teams, in der Gruppe Hin- und Rückspiel, danach Playoffs der besten beiden Teams je Gruppe. Champion steigt in die Regio auf. Alternativ drei Gruppen à 4, jeder gegen jeden aus der regionalen Gruppe Hin- und Rückspiel und dann gegen jeweils 2 Teams aus den anderen Gruppen je ein Spiel. Wären dann weiterhin 10 Spiele in der regulären Saison, aber gegen 7 Gegner, was die Vorbereitung interessanter macht, den Interconference-Spielen mehr Bedeutung zumisst und die Teams vor Rückzügen in der Saison schützt (sagt ein Gegner ab, fällt nur ein Spiel aus und nicht zwei). Auch dann wieder Halbfinale mit allen drei Ersten und dem besten Zweiten. Finalteilnehmer kann Relegation gegen Vorletzten der Regio spielen. Vier schlechteste Teams insgesamt steigen ab.

Landesliga neu: Alle anderen, die nicht Aufbauliga spielen (entweder wie aktuell 11er Liga mit 4x8 Minuten, 9er Liga mit 4x12 Minuten, oder einfach ganz weglassen analog Bayern, dort funktioniert das)

Das wäre dann 1 Team Landesliga 2026, 2 zurückgezogene Teams aus Oberliga 2026, 6 Teams aus Bezirksliga, 5 Teams aus Kreisoberliga, 4 Teams aus Kreisliga, 1-5 Teams aus Baden-Württemberg-Liga. Wären dann 23 Teams (falls es keine neuen zweiten Mannschaften oder Neugründungen gibt). 3 Gruppen à 6 Teams, eine mit 5 Teams. Jeder spielt in der Gruppe jeder gegen jeden mit Hin- und Rückspiel, dann dreistufig Playoffs für alle vier Gruppenersten, vier Gruppenzweiten um den Champion auszuspielen. Alle Halbfinalteilnehmer steigen auf. Gute Teams haben dann also 13 Spiele, schlechtere sind nach 10 Spielen durch. Alternativ kann man natürlich auch hier mit kleineren Gruppen und Interconference arbeiten, um mögliche Spielausfälle leichter aufzufangen.

Im nächsten Jahr werden alle Gruppen wieder regional eingeteilt.

Den Modus der Landesliga kann man anpassen, je nachdem wie viele Teams dort spielen.

Ist das verständlich?
Sobald die Ligen fertig gespielt sind, mach ich wieder ein Update, wie das zum Beispiel für nächstes Jahr aussehen könnte.
Dann hast du aber wenn Biberach in die Regio kommt 3 direkte Absteiger wenn Du auf die 7 willst:

wir haben 8.
-Biberach kommt,
-Leonberg bleibt,
-der Aufsteiger (Bondorf) kommt auch,

macht 10 Teams.

Du willst Ober und Landesliga in einer "neuen" Oberliga zusammen mit den ja wahrscheinlich 3 Absteigern aus der Regio zusammenführen ?
MIB #65
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Re: Mögliche Ligenreform Baden-Württemberg

Beitrag von MIB #65 »

Ja, also Bondorf als Meister würde in meinem Szenario ganz normal aufsteigen.
Drei aus der jetzigen Regio raus und vier aus der jetzigen Oberliga führt bei der Überlegung zum gleichen Ergebnis von der Anzahl der Teams in der Liga. Ist das damit verständlich?

Die drei möglichen Absteiger aus der Regio ist aber an sich keine Ligareform bei meiner Idee. Das ist lediglich die Anpassung an die aktuell gültige Landesspielordnung.
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Re: Mögliche Ligenreform Baden-Württemberg

Beitrag von d_eleven »

ne wir sind aufm gleichen Dampfer nur anders be/geschrieben
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