Knapp 2.100 Zuschauer im Braunschweiger Eintracht-Stadion sahen ein Spiel, in dem die Lions erst zum Ende des zweiten Spielviertels bzw. in der zweiten Halbzeit,
Mittel und Wege fanden, sich ihrerseits auf das Scoreboard zu bringen. Das der amtierende Deutsche Meister aus Potsdam nicht mehr Punkte erzielte,
war vor allem der sich nie aufgebenden Braunschweiger Defense zu verdanken.
Die Hausherren gewannen den Coin-Toss und entschieden sich für den Kick-Off der Partie.
Von Beginn an schaffte es die Braunschweiger Verteidigung, immer wieder den Spielmacher der Potsdamer unter Druck zu setzen.
So konnten sowohl Christoph Bachmann, als auch Lukas Baumann, gleich im ersten Drive einen Sack zu ihren Gunsten verbuchen und die Gäste zum Punt zwingen.
Nicht viel besser lief es für den Angriff der Lions. Zwar eröffnete Finn Oppermann mit einem 20 Yard Lauf den Drive,
doch war im Anschluss daran auf Höhe der Mittellinie Schluss mit dem Vorwärtsgang. Für die ersten Punkte des Spiels, war nach dem Punt der Löwen,
Potsdams Spielmacher Kenyatte Allen zuständig. Vorbereitet durch Läufe von Heiko Bals und Passfängen von Milan Spiller und Alex Labella, brachte der Quarterback der Royals,
sein Team mit einem neun Yard Lauf mit 0:6 (TPC nicht gut) erstmals in Führung. Die Offense der Löwen biss sich weiterhin die Zähne an der Verteidigung der Brandenburger aus.
Zwar sorgten der wiedergenesene Michale Breuler, als auch Finn Oppermann für Raumgewinn, doch den Weg in die Endzone der Royals fanden sie nicht.
Im zweiten Quarter zeigte sich ein ähnliches Bild im Spielverlauf. Die Defense der New Yorker Lions gab ihr bestmögliches, den starken Angriff der Gäste in Schach zu halten.
Dagegen fand der Braunschweiger Angriff nach wie vor keine geeigneten Mittel, sich ihrerseits in die Nähe der gegnerischen Endzone zu bringen.
War es auf Potsdamer Seite im ersten Quarter Spielmacher Kenyatte Allen, dirigierte im zweiten Spielabschnitt Xeavier Bullock die Offense auf Seiten der Gäste.
Für ein Highlight auf Seiten der Braunschweiger Verteidigung sorgte Dominique Shelton. Stark unter Druck gesetzt,
versuchte Potsdams Quarterback in letzter Sekunde einen seiner Receiver anzuspielen, doch Lions Passverteidiger fing den Ball kurz über der Grasnarbe ab
und brachte sein Team auf Höhe der Mittellinie wieder in Ballbesitz. Trotz der guten Ausgangssituation konnten die Hausherren kein Kapital aus der gelungenen Aktion herausschlagen.
Nach einem weiteren Punt bis auf die sieben Yard Linie der Gäste, sorgten die Potsdam Royals für das nächste „Big Play“. Kenyatte Allen bediente seinen Wide Receiver Malik Flowers
mit einem kurzen Pass und dieser machte sich über 73 Yards auf den Weg, den Spielstand auf 0:14 (TPC K. Allen) zu erhöhen. Es folgte ein weiterer vergeblicher Versuch der Lions Offensive.
Bei noch etwas mehr als einer Minute verbleibender Spielzeit, folgte der nächste erfolgreiche Drive der Royals.
Dieses Mal war es die Kombination Kenyatte Allen auf Emanuel Bakare über 52 Yards, die zum 0:22 (TPC A. Labella) Halbzeitstand führte.
Nach der Pause erhielten die Gastgeber zuerst das Angriffsrecht.
Finn Oppermann, Michael Breuler und Philipp Dolezal, brachten ihr Team bis an die ein Yard Linie der Gäste heran.
Marc Kaufmann überbrückte den fehlenden Yard bis in die Endzone der Potsdam Royals zum 6:22 (TPC nicht gut) Anschlusstouchdown für die Lions.
Die Freude über den Score währte nicht lange, denn die Potsdamer fanden, auch unterstützt durch eine Strafe gegen die Lions, erneut schnell den Weg Richtung Endzone der Löwen.
Alex Labella und Emanuel Bakare mit Passfängen, als auch Heiko Bals und Xeavier Bullock mit Läufen, brachten den Ball bis an die 11 Yard Linie der Braunschweiger.
Xeavier Bullock war es auch, der die verbleibenden Meter zum 6:28 (TPC nicht gut) überbrückte. Doch damit nicht genug an Punkten für die Gäste im dritten Quarter.
Nach einem weiteren erfolglosen Drive der Löwen, war es abermals Xeavier Bullock auf Seiten der Royals,
der die Abwehr der Hausherren mit seinem Läufen zur Verzweiflung brachte und final mit einem drei Yard Pass auf Sami Ahmed, die Führung seiner Mannschaft auf 6:36 (TPC S. Ahmed) ausbaute.
Es ging ins vierte und letzte Spielviertel und die New Yorker Lions setzten alles daran nochmals zu punkten, als auch keine weiteren Scores der Potsdamer zuzulassen.
Beides gelang ihnen, auch wenn die eigenen Punkte bis kurz vor Spielschluss auf sich warten ließen. Die Defense der Gastgeber ließ bis auf einen Fieldgoalversuch,
welcher an den Torstangen vorbei ging, keine weiteren Punkte der Royals zu.
Der Angriff der Braunschweiger hingegen hatte weiterhin Probleme, sich ihrerseits aus der Umklammerung der Gästeverteidigung zu lösen.
So dauerte es bis zwei Minuten vor Schluss, ehe Runningback Marc Kaufmann eine Lücke in der Verteidigung der Gäste fand und mit einem 97 Yard Lauf nicht nur den 13:36 (PAT L. Jeckstadt) Endstand,
sondern auch gleichzeitig einen neuen Rekord in den Annalen der Löwen, mit dem bisher längsten Touchdownlauf der Geschichte aufstellte
und damit Christopher McClendon (90 Yards, 2019), auf Platz zwei verdrängte.
Scoreboard
00:06 9 Yard TD-Lauf K. Allen (TPC nicht gut)
00:14 73 Yard TD-Pass K. Allen auf M. Flowers (TPC K. Allen)
00:22 52 Yard TD-Pass K. Allen auf E. Bakare (TPC A. Labella)
06:22 1 Yard TD-Lauf M. Kaufmann (TPC nicht gut)
06:28 11 Yard TD-Lauf X. Bullock (TPC nicht gut)
06:36 3 Yard TD-Pass X. Bullock auf S. Ahmed (TPC S. Ahmed)
13:36 97 Yard TD-Lauf M. Kaufmann (PAT L. Jeckstadt)